Die Echtheit von Vickas Ekstase bei der Erscheinung in Medjugorje

(erneuert 10. 6. 2004)

In einer Reihe von Ländern wurde der britische Film “Wunderbare Erscheinungen” vorgeführt, den der Journalist Arthur C. Clark gedreht hat. In diesem Film versucht der Autor die mysteriösen Phänomene bei den marianischen Erscheinungen auf natürliche Weise zu erklären. Leider sind diese Erklärungen aus physikalischer, optischer und medizinischer Hinsicht merklich unseriös. Betrachten wir den Fall von Vickas Ekstase in Medjugorje.

Der Charakter des Phänomens nach dem Autor des Films:
Während der Erscheinung der Gottesmutter für vier Seher in Medjugorje (am 14. Januar 1985) machte der LKW-Fahrer Jean Louis einen Test. Er attackierte die Augen der Seherin Vicka mit einem Karategriff mit zwei ausgestreckten Fingern und Vicka reagierte, nach seinen Worten, während der Erscheinung auf diese Tat mit Kopfbewegung und Augenblinzeln. Nach der Erscheinung hat sie angeblich gesagt, dass sie in dem Augenblick erschrocken ist, weil sie befürchtete, dass der Gottesmutter das Jesuskind aus den Armen falle.

Der Autor des Filmes behauptet, dass es sich um keine Ekstase handelt, sondern um eine bewusste Reaktion, und spricht weiter den Verdacht aus, dass Vicka diese Interpretation durch Lügen vertuschen versuchte

vizionářka Vicka



Einwand: Eine bewusste Reaktion, das Augenblinzeln, kann bei Bedrohung stattfinden, wenn das Auge eine Veränderung der Bewegung oder der Größe des Gegenstandes um 1´ (um eine Winkelminute) wahrnimmt. Bei der Entfernung von 20 cm vom Auge beträgt die Veränderung 0,06 mm.

Weil sich die Finger von Jean Louis´ Hand gegen das Auge in einer Entfernung von mindestens 40 mm bewegt haben, konnte das Auge bei dieser Entfernung eine Veränderung der Stellung um 0,12 mm als Gefahr wahrnehmen. Bei der Bewegung des Fingers in Richtung Auge (Diagramm A) konnte eine so kleine Abweichung der Fingerbewegung sehr leicht stattfinden. Sodann bekamen die Muskeln der Augenlider aus dem Gehirn den Befehl zur Schließung der Lider bei der normalen Geschwindigkeit der Informationsausbreitung in den Nerven 25 m/s und bei der Länge des Nervs zwischen Gehirn und Lidern ca 10 cm in 1/250 Sekunden. Das ist ein Zehntel der Zeit zwischen benachbarten Bildern der Videokamera.
D.h. dass der Anfang der Augenschließung, falls es sich um eine bewusste Reaktion handelte, im Zeitabschnitt zwischen Bild Nr. 0 und Bild Nr. 1 stattgefunden haben sollte. In Wirklichkeit fand der Anfang der Liderschließung (Diagramm B) etwa um 2 Bilder später statt.

Warum kam es zu dieser Verzögerung? Zur Erklärung betrachten wir das Diagramm A. Auf allen vier Bildfeldern, die die Stellung des Fingers in der Nähe der Lider festhalten, ist ersichtlich, dass der Finger die Lider nicht berührt, auch wenn auf dem Bild 3 die Nähe der Fingerspitze von den Lidern etwa 8 mm ist. Man muss natürlich wissen, dass die Videokamera ein Bild jede 1/25 s aufnimmt. Und wenn man die Punkte mit verschiedener Entfernung des Fingers von den Lidern durch eine Kurve verbindet (Interpolation), stellt man fest, dass die kürzeste Entfernung zwischen dem Finger und dem Auge vor dem Bild 3 ist. Man kann sogar aufgrund der Interpolation annehmen, dass die Entfernung gleich Null ist, also dass eine Berührung der Fingerspitze im Bereich der Lider stattgefunden hat. Das Blinzeln wurde nach dieser Erwägung durch den direkten Kontakt der Finger hervorgerufen. Aber auch wenn keine direkte Berührung stattgefunden hätte, kann das Blinzeln durch plötzliche Störung der elektromagnetischen Felder in der Nähe der Lidmuskeln durch die Fingerspitze hervorgerufen werden.. Es gibt natürlich auch weitere Gründe, warum die Berührung tatsächlich stattfand.

Betrachten wir nun die Kopfbewegung. Im Zusammenhang mit der Bewegung der Finger zum Auge fand eine Kopfneigung um etwa 14 mm statt. Diese Bewegung entstand etwa 1/50 s nach dem Anfang der Lidschließung. Diese Neigung dauerte etwa 4 Bildfelder und dann kehrte der Kopf in seine ursprüngliche Stellung zurück. Wenn diese Kopfbewegung im Zusammenhang mit dem Bedrohungsgefühl entstanden wäre, hätte der Kopf zwar etwas später begonnen sich zu neigen als die Lidschließung begonnen hat, aber die Zeitverzögerung hinsichtlich der dreimal längeren Nervenstrecke zu den Muskeln, die den Kopf beherrschen, wäre nur etwa 1/8 s, was ein Drittel der Zeit zwischen der Aufzeichnung der benachbarten Bildfelder darstellt. Die Kopfbewegung hätte im Zeitabschnitt der Aufzeichnung des Bildes Nr.1 stattfinden sollen, aber in Wirklichkeit fand sie um 4 Bildfelder später statt, was ausschließt, dass sie durch die Reaktion auf die Bedrohung verursacht wurde.

Die erwähnte Uneinigkeit kann damit erklärt werden, dass eine Kontaktberührung tatsächlich stattfand und durch die Finger bekam der Kopf einen Impuls und eine Neigung um etwa 14 mm fand statt. Es handelte sich um einen elastischen Stoß, dessen Reaktion eine bestimmte Verzögerung aufweist. Diese Voraussetzung stärkt auch die Tatsache, dass sich Vickas Kopf ein wenig nach rechts gedreht hat, weil der Stoß zum linken Auge geführt worden ist.

Weiter ist die Tatsache wichtig, dass Vickas Kopf nach der Neigung cca 14 mm gleich in die ursprüngliche Stellung zurückgekehrt ist. Nämlich wenn die Kopfbewegung eine Folge der Bedrohung gewesen wäre, würde der Kopf nicht in die ursprüngliche Stellung zurückkehren, sondern weit mehr neigen. D.h., dass die den Kopf haltenden Muskeln aus dem Gehirn keine bewusste Weisung für das Wenden des Kopfes wegen Bedrohung erhalten haben, sondern infolge ihrer Elastizität den Kopf in die ursprüngliche Stellung versetzt haben. Die kleine Neigung und Rückkehr des Kopfes in die ursprüngliche Stellung beweisen gleichfalls, dass es sich um keine durch das Bedrohungsgefühl hervorgerufene Reaktion gehandelt hat.

Was Vickas nachträgliche Erklärung betrifft, ist die im Film angeführte Information auch unwahr. Nach der Erscheinung sind nämlich die Seher weg gegangen und die am Test interessierten Herren haben nach einer Weile Vicka gerufen und sie gefragt, ob sie während der Erscheinung nicht vor etwas erschrocken war. Sie hat das verneint. Die Herren drängten sie weiter, dass sie sich erinnere, ob während der Erscheinung etwas außerordentliches geschah. Vicka sagte, dass diesmal die Gottesmutter das Jesuskind auf dem Arm hielt. Vicka hat erst später vom Test erfahren. Die Herren begannen jedoch die Information zu verbreiten, dass die Seherin Vicka vor der erwähnten Bewegung erschrocken ist und das so erklärt hat, dass sie fürchtete, dass der Gottesmutter das Jesuskind nicht aus den Armen falle.

Schlussfolgerungen: Aus den aus der Videoaufzeichnung gewonnenen zeitlichen Abhängigkeiten und aus dem Prozessverlauf ist ersichtlich, dass es sich bei Vicka um eine unterbewusste Reaktion handelt, was auch eindeutig der unveränderliche Gesichtsausdruck auf allen Bildfeldern bestätigt und schließlich auch Vickas Erklärung, dass sie diese Bedrohung nicht wahrgenommen hat.

Die präsentierte Erklärung von Vickas Reaktion und anderen Phänomenen im erwähnten Videofilm ist auf naiven Erwägungen ohne jegliches Zusehen zu geläufigen physikalischen und biophysikalischen wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet.

RNDr. Ing. František Mráček, CSc.

 

 

František Mráček (* 12. 4. 1934) absolvierte die mathematisch-physikalische Fakultät der Prager Karlsuniversität im Fachbereich Theoretische Physik und erhielt den Titel RNDr. Er hat weiter an der Tschechischen technischen Universität in Prag im Fachbereich Feinmechanik und Optik studiert und wurde als Maschineningenieur promoviert.
Mit dem wissenschaftlichen Grad CSc. wurde er für seine langjährige Forschungsarbeiten betreffend die Bildübertragung mittels Abbildungskette ins Hirnzentrum ausgezeichnet. An Hand von Experimenten hat er einige Zusammenhänge bei der Bildtransformation auf die Netzhaut des Auges mathematisch beschrieben, was zu einer besseren Verständlichkeit der Bildübertragung durch das menschliche Auge beigetragen hat.
Er hat über 30 Erfindungen mit internationaler Priorität angemeldet.
Er hat neue optische Elemente konstruiert, die zur Erhöhung der Qualität von Film-, Fernseh-, Beleuchtungs- und Lasersystemen beigetragen haben.
Von Jugend an hat er sich mit der Determiniertheit und dem freien Willen des Menschen und dem Einfluss von physikalischer Einwirkung auf die menschliche Psychik befasst.

 

 
 
 
 

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